Kritiken

———————————————————————————————————————

…An diesem Erfolg hatte vor allem auch der junge Erik Schumann großen Anteil, indem er die Gegensätze wie Ähnlichkeiten der Komponisten je nach Notwendigkeit filigran, emphatisch, schmachtend oder blitzend artikulierte, hier der Kantilene Raum gab, dort dem fetzigem Glissando….
Hans-Christian von Dadelsen, Südkurier, 08. Februar 2008

-

…Dieser trumpfte meisterlich auf mit griffiger Brillianz und dem vollem Ton seines wertvollen Instrumentes, fesselte in den turbulenten Läufen wie in den suggestiven Kantilenen…
Hans Rühl, Rheinische Post, 01.Dezember 2007

-

…Der Solist erfreute mit Spielaktivität, weiten melodischen Bögen, und selbst das Vogelgezwischter war nicht nur nachgemachte Natur, sondern Konzertzauber in hohen Lagen. Seine Vögel quinquilierten sauber nach Vivaldis Noten…
Helmut Weidhase, Südkurier 28. November 2007

-

Dann geht dem Publikum ein Licht auf: Erik Schumann lässt es glänzen. Mit einem substanzhaltig feinen, geistvollen Geigenton ist der fabelhafte, vom Publikum umjubelte Solist des beethovenschen Violinkonzert begabt. Erst 25-jährig, mischt er entspannt jugendliches Selbstgefühl und abgeklärte Ernsthaftigkeit und weiß, dass er Angeberei nicht nötig hat. Den sacht-nachdrücklichen Paukenpuls des Anfangs-motivs verwandelt er sich fürs ganze Werk an: gießt jenen Start - und Dauerimpuls im Kopfsatz mit straffer Präsenz in Flüssigkeit und gefühlvolle Sanglickeit des Spiels um, in Zärtlichkeit und plötzliche Schmerzlichkeit des Ausdrucks.Fantasierend zieht sich Schumann im Mittelsatz in sein Inneres zurück; um das Finale behänd und beherzt als fingerfertige Humoreske zu inszenieren, gewichtslos im Ton seiner bald 300-jährigen Stradivari, druckkräftig im Gestus.
In den Kadenzen, wie auch in Zugaben von Kreisler und Bach, weist er sich als Mesiter des Akkordspiels und der Mehrstimmigkeit aus. Den Rebellen in sich lässt er spüren; doch ebenso die Reife der Ruhe hat er schon erworben: Weil er so felsenfest steht, bewegt er die Musik so unbezwungen.
Michael Thumser, Frankenpost, 24. September 2007

-

Schritte ins ungewisse Reich der Töne
Wie durch einen Reflex schließen sich die Augen von ganz allein, man verliert auf wundervolle Weise die Verbindung zur realen Umgebung, während die Harmonien ins Unentdeckte führen. Doch verlieren kann man sich nicht in der Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 in F-Moll op. 80 von Sergej Prokofiew, die es dem Hörer nicht leicht macht. Denn was man erwartet, tritt nicht ein, und nach jedem kurzen Anflug von Identifikation lauert schon die nächste überraschende Wendung. Damit setzten am vergangenen Sonntag der Geiger Erik Schumann und sein Klavierpartner Henri Sigfridsson beim Meisterkonzert im Lutherhaus einen musikalischen Glanzpunkt.
Schon die ersten Takte des Andantes aus der Prokofiew-Sonate lassen durch die angespannte Konzentration in den Tiefen des Klaviers ahnen, was noch kommen wird. Die Tasten schaffen die Atmosphäre eines Traumes, in dem die Violine die Hauptrolle spielt und sich auf aufregende Reisen begibt. Im fast schockierenden Nichts endet der erste Satz und macht den Weg frei für das Allegro Brusco, in dem die Töne bald zu explodieren drohen und die Violine in einer harten Abfolge von Abstrichen alle Leidenschaft hörbar macht. Die klanglichen Ausbrüche sind so existent, dass man glaubt, sie sehen und spüren zu können.
Erik Schumann, 1982 in Köln geboren, hat schon die international bekanntesten Bühnen erklommen. Sein einmaliger Ton ist so vielschichtig gefüllt von Farben und Charakteren, dass man sich kaum daran satt hören kann. Der 1974 geborene, vielfach ausgezeichnete Henri Sigfridsson komplettiert das Duo mit Leuchtkraft. Zwischen den beiden Instrumenten scheint jede Distanz aufgehoben - und doch bewahrt jedes seine Individualität.
Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate in G-Dur KV 379 gewährt einen sanften und vor allem leichten Einstieg in das Konzert. Das Andante Cantabile versetzt die Hörer nicht in andere Welten, sondern auf grüne Wiesen, auf denen zwar auch der erste Schritt ins Ungewisse, letztendlich aber doch noch zum Guten führt.
Ganz anders spricht Robert Schumanns Sonate Nr. 1 in a Moll op. 105: Nach den ersten aufrührenden Akkorden ist klar, dass es sich nicht um Sicherheit, sondern um Emotionen und damit um das genaue Gegenteil handelt. Ein Auf und Ab zwischen offen gezeigter Wut und stiller Reflexion wischt alle Belanglosigkeiten fort. Aus dem dynamischen Höhepunkt sprudelt alles abwärts in die unumstößliche Kraft des Schlusses, der als Ventil alles Aufgestaute freigibt.
Henk, Neue OZ, 07. März. 2007

-

Beim Violinkonzert glänzte der Solist Erik Schumann. Der 24 Jahre junge Musiker aus Deutschland kann seine Empfindungen völlig unbefangen und unverhüllt darbieten. Ob er dies seinem guten Lehrer Zakher Bron verdankt? Selbstverständlich bietet er erprobte Klangschönheit, aber das Besondere an ihm ist seine erfrischende Art, als schwebe er stets in den Höhen. Eine solche Darbietung kann man nicht allzu oft erleben.
Toru Yuki, 31. Oktober 2006, Ongaku no tomo

-

…der junge Solist Erik Schumann lief zur Hochform auf. Auch das Tutti riss das Publikum förmlich mit. Erik Schumann überzeugte dabei durch kraftvolle, aber zugleich feinfühlige Interpretation. Souverän kooperierte er mit dem Orchester sowohl in perfektem Zusammenspiel als auch in virtuosen Solopassagen.
ÖA, 25. Oktober 2006

-

…Solist des Violinkonzerts Nr. 4 in D-Dur (KV 218) war Erik Schumann; der bereits mit vielen Auszeichnungen bedachte Geiger interpretierte den Kopfsatz mit seidigem, weichem Ton, ganz in das musikalische Geschehen verworben, das Andante cantabile wurde sensible, arios ausschwingend gestaltet, der tänzerische Charakter des Finalsatzes erhielt in feinem, elegantem Klang luzide Struktur, hervorragend auch die wunderschön durchgegliederten Kadenzen, von diesem begabten Mann wird noch zu hören sein.
Richard Hörnicke, Wiesbadener Kurier, 24. Oktober 2006

-

…Solist und Orchester präsentierten sich im flüssigen Dialog mit feiner Abstimmung der Artikulation und Phrasierung. Der vielfach ausgezeichnete Geiger Erik Schumann, verband technische Souveränität mit geistvoller Interpretation. Einen besseren Anwalt zur Ausräumung des Vorbehalts, dass Bartók wenig Unterhaltungswert hat, kann man sich nicht wünschen. Ein insgesamt gelungener, weil respektvoller wie kreativer Umgang mit der Partitur des ungarischen Meisterkomponisten.
Abend Zeitung, 24. Oktober, 2006

-

…Erik Schumann verstand es in begeisternder Weise, die Fülle des musikalischen Materials, die unterschiedlichsten Kompositionsstile aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die Béla Bártok verwendet, darzustellen: Von ausdrucksstarker lyrischer Kantilene bis zum wildesten und furiosesten Rhytmus mit Presstissimo-Läufen, die es in sich hatten. Nicht zu vergessen das mit äußerst vertrackten Intervallen gespickte Doppelgriffspiel und die souverän angelegte Solo- Kadenz.
Rhein Zeitung, 23.Oktober, 2006

-

Nordischer Abend mit südlichem Flair
Der junge Mann Mitte zwanzig macht mit einem einschmeichelnd gespielten Andantino deutlich, warum man anlässlich der Uraufführung 1923 Prokofiew zuviel rückwärtsgewandte Mendelssohn-Vorliebe vorwarf, wo der Komponist doch eigentlich ganz viel Neues realisieren wollte. Nach der romantischen Pflicht spielt Schumann die Neutöner-Kür mit vollem Temperament, saftig-virtuosem Zugriff: ohne jeden blassen Moment, immer präsent, jeder virtuosen Herausforderung sportiv gewachsen, ob im Sternschnuppen-Notengeriesel des ersten Satzes, ob im zirzensischen Parforce des bizarr-grotesken Scherzos.
Schumann, selbstbewusst, zupackend, findet den richtigen Zugang zu diesem Reißer, wirft sich vehement in jedes Getümmel, scheut nicht die große schmachtende Attitüde. Und wenn die Tuba zum Finale bläst, mobilisiert er genügend Reserven, um genüsslich über dem Orchestertutti zu schweben. Ein überzeugendes Debüt.
Uwe Mitsching, Nürnberger Nachrichten vom 10.04.2006

-

Zur Himmelfahrt in die Mittsommernacht
Zu einem atemberaubenden „Himmelfahrtskommando“ geriet Sergei Prokofjews „Violinkonzert Nr. 1“. Das Werk war bereits vergangenen November mit der beeindruckenden jungen Baiba Skride und dem Lahti Symphony Orchestra in Nürnberg zu hören. Der 24-jährige deutsche Geiger Erik Schumann und die Symphoniker halten diesem unvergesslichen Vergleich Stand: Mit Melos und Empathie sucht der sympathische junge Geiger die Kontraste, das „reißende Tier“ dieses Konzerts, zu bezwingen. Betörend schön ist der Klang von Schumanns Guarnieri. Sie kommt seinem musikalischen Selbstverständnis von Wärme und Brillanz gleichermaßen perfekt entgegen.
Atemberaubend, da völlig mühelos, meistert Schumann wüsteste technische Eskapaden, der Klang entwickelt sich bei ihm mit ungeheurer Musikalität; oszillierend schraubt sich der Dialog mit dem Orchester in die Höhe (1. und 3. Satz), im Schluss betörend kulminierend. Die rhythmisch spielerische Genauigkeit Schumanns, vor allem aber seine verblüffende künstlerische Reife ermöglichen eine aufregende Werkschau dieses vielgestaltigen Konzerts. Erik Schumann möchte man gern öfter hören — die Bach-Zugabe bestätigte dies nur.
Sabine Kreimendahl, Nürnberger Zeitung vom 10.04.2006

-

Meisterliche Jungmusiker für das 21. Jahrhundert
„Der 23-jährige Geiger Erik Schumann führte seine opulente Technik vor und begeisterte mit bekannten Schmankerln aus der Violin-Artistik Fritz Kreislers ‚Miniaturen’ und der noch kapriziöseren Carmen-Fantasie von Pablo de Sarasate. Mit großem Ton gab er sich als moderner Teufelsgeiger mit sichtlichem Vergnügen an den reizvollen Klängen dieser Stücke, die über das Virtuose hinaus Farbe,, melodische Intensität und Risiko verlangen. Oleg Polianski war ihm ein feinfühliger Partner am Flügel.“
Sonja Müller-Eisold, Westfälische Rundschau vom 13. Dezember 2005

-

Hochtalentierter Nachwuchsgeiger in der Stadthalle
… Der erst 23-jährige Erik Schumann überzeugte zusammen mit dem Sinfonieorchester Wuppertal, obwohl ihm beim Konzert eine Seite riss. Ansonsten war er der Star der gestrigen Matinee präsentierte sich als hochtalentierter Geigenvirtuose, dem wohl eine große Karriere vorausgesagt werden kann. Es war nicht nur das Violinkonzert des berühmten französischen Romantikers, mit dem der Kölner Violinist fasziniert. Auch die beiden Zugaben, je ein Stück von Fritz Kreisler und Johann Sebastian Bach, ließen keine Wünsche offen. Denn neben einer perfekten Geigentechnik wusste der 23-Jährige mit einer musikalischen Reife und einem tief ausgeloteten Ausdrucksvermögen zu begeistern, wie man es überwiegend nur von wesentlich älteren seines Standes kennt …
Hartmut Sassenhausen, Westdeutsche Zeitung vom 7. November 2005

-

Gourmet-Eintopf mit Variationen
„Derart aufgeheizt kamen der Schmelz und die Weite des Orchesters in Max Bruchs Drauerbrenner, dem Violinkonzert G-Moll, erst recht zum Tragen. Eschenbach, dem jungen Kölner Solisten Erik Schumann fast ununterbrochen zugewandt wie ein Kammermusikpartner, bekannte sich zum obligatorischen Pathos des Werkes und seinen schmachtenden Ohrwürmern. Schumanns großer Ton prägte alle Lage, vergleichbar Eschenbach neigte er auch zu spontane Dynamik-Schüben. „
Helmut Peters, Die Welt vom 22. Juni.2005

-

Auf hitzigem Niveau
„Sehr viel leidenschaftlicher ging’s dagegen bei Bruchs G-moll Violinkonzert zur Sache: Der 23 Jahre junge Geiger Erik Schumann beseelte das beliebte Stück mit kultiviert – schlankem und gleichzeitig sinnlich leuchtendem Ton, und schlug – in engem Dialog mit seinem Mentor Eschenbach – reichlich expressive Funken aus seiner herrlichen Guarnieri, die sofort auf das Orchester übersprangen. Große Klasse.“
Hamburger Abendblatt vom 20. Juni. 2005

-

Maslennikov, Schumann starten in der Reihe Ravinia Young Artists
„Der deutsche Geiger Erik Schumann ist kein unbekannter mehr in Ravinia, da er bereits an der Master Class am Stearns Institute teilgenommen hat und den Preis Rising Stars 2002 bekommen hat.
Die beeindruckendste Fähigkeit im Vortrag des Konzerts in A Moll von
Dvorak war die absolute Natürlichkeit seiner Musikalität und das ruhige Selbstbewusstsein, das er auf der Bühne ausstrahlt.
Schumann verfügt über einen süßen, fast cremigen Ton, der Mal in Brillanz wächst, Mal schmilzt in eine schimmernde Klangschleppe…
Von der slawischen Melancholie des ersten Teils bis hin zur lebendigen, ja beinahe fliegenden Eröffnung des Finale hat der Geiger nie verfehlt, die Essenz des Konzerts zu treffen.
Schumann ist ein sehr talentierter Künstler, der mehr von den Ehrbezeichnungen verdient, die bald auf seinen Weg kommen werden.“
Michael Cameron, Chicago Tribune vom 21. Juli 2004

-

Geiger Erik Schumann begeistert das Publikum
„Der junge Geiger Erik Schumann war zuvor der Solist im Konzert für Violine und Orchester Nr. 1g-moll op. 26 von Max Bruch. Noch Student der Kölner Musikhochschule verfügt Schumann über ein so virtuoses Können, dass er auf internationalen Konzertpodien bestehen, und sich bewähren kann. Mit großer Ausdrucksfähigkeit und dem edlen Ton seines wunderbaren Instrumentes gestaltete er voller Cantbilität die sanglichen Teile des Allegro moderato… Überlegen gespielt auch das mit Doppelgriffen und spiccati gespickte, effektvolle, virtuose Finale Allegro energico. Die Begeisterung der Hörer wurde mit der Zugabe des Rezitativs und Scherzos von Fritz Kreisler belohnt, in denen Erik Schumann das Publikum mit seiner Ausstrahlung und der rasanten Bewältigung der höchsten virtuosen Schwierigkeiten faszinierte.“
Wolfsburger Allgemeiner Zeitung vom 16. Juni 2004

-

Neujahrskonzert der Düsseldorfer Symphoniker
Ab in den Süden!
Der junge Kölner Geiger Erik Schumann, Förderpreisträger des Landes Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr, war Solist bei Astor Piazzollas ‚Die vier Jahreszeiten in Buenos Aires“. Schumann gehört zu jener Spezies von jungen Musikern, die Technische Schwierigkeiten nicht zu kennen scheinen. Von ihm wird man noch hören.
Rheinische Post vom 2. Januar 2004

-

Mit Herz und Verstand
Aber Erik Schumann nicht gehört zu haben, wäre ein fahrlässiges Versäumnis. Denn der junge Künstler spielt das Beethoven-Violinkonzert absolut souverän, mit Herz und Verstand, und in den ersten beiden Sätzen vielleicht sogar eine Spur sinnlicher und empfindsamer als Frank-Peter Zimmermann.
Eckhard Britsch, Neue Westfälische Bielefeld vom 22. April 2002

-

Schöne Symphonie trotz scheußlichen Wetters
Den Violinisten Erik Schumann kann man nichtunbedingt ein Wunderkind nennen. Er ist 19 alt und spielt die Geige offensichtlich schon eine ganz lange Zeit. Aber er hatte nichts von der Monotonie, die man bei vielen jungen, begabten Geigern antrifft. Sie haben das sicher schon gehört: nur Technik. Mit sehr wenig Tiefgang und Ausdruck dahinter. Sein Vortrag von Mendelssohns Violinkonzert in e-moll, op. 64 hatte Gefühlstiefe und brachte eine starke Intelligenz zum Vorschein, verbunden mit feinem Ton und Technik.
David Williams, The Charleston Gazette vom 21. Januar 2002

-

Fantastische Spiellaune riss mit
Restlos begeistern konnte die nachfolgende Aufführung des Violinkonzertes D-Dur op.77, ebenfalls von Brahms. Vor allem der junge Solist Erik Schumann präsentierte sich in so fantastischer Spiellaune, dass das Publikum ihm zu recht stehende Ovationen bot. Schumann bildete den perfekten Gegenpart zu dem mit der notwendigen sinfonischen Wucht musizierenden Orchester. Voller Leidenschaft und mit seiner makellosen Technik meisterte er auch die schwierigsten Solo-Passagen.
Wenn auch der Solist keinerlei Schwächen offenbarte – das Material hielt den Belastungen nur bis zur Hälfte des dritten Satzes stand. Dann riss eine Saite seiner Geige – und er musste mit dem Instrument eines Orchestermitgliedes tauschen. Der Künstler ließ sich davon nicht irritieren und gestaltete seinen Part weiterhin höchst souverän.
Uwe Müller, Westdeutsche Zeitung vom 5. Oktober 2001

-

Bilder, Stimmungen

Der 18-jährige Kölner Erik Schumann ist nicht, wie man angesichts solch junger Jahre meinen möchte, der sportive Draufgänger, der erst die Tiefe lernen muss. Im Gegenteil: Vor allem die inneren Spannungen dieser emotionalen Wechselbäder versteht er auszuloten, zieht besonders im lyrischen Bereich in den Bann. Mit seiner Guarnieri verfügt er über einen samten-weichen Ton, eine klug eingesetzte großartige Technik, die er in den Dienst des Gesamtgestus des heiklen Brahms-Werks – von dem es weiß Gott zig Spitzen-Aufnahmen gibt – stellt.
Manfred Engelhardt, Abendzeitung vom 17. Mai 2000

-

Ein heiter gestimmter, anmutig und sauber artikulierter Mozart
Ein fabelhafter deutscher Nachwuchsgeiger, der bereits zahlreiche internationale Referenzen vorweisen kann, war dafür engagiert: der 18-jährige Erik Schumann, in Köln geboren und dort derzeit Student bei Zakhar Bron. Glasklar und tonrein zog er seine virtuosen Bahnen bis in die Zweistimmigkeit der Solokadenzen (und in die Bach-Zugabe). Sein Bogenstrich verbindet Brillanz und Wärme, das Vibrato verrät ghöriges inneres Feuer, und das hochexpressive Adagio-Thema kam wie ein zarter Götterfunke über die Rampe.
KA Neue Rhein/Ruhr Zeitung vom 7. Februar 2000

[\lang_de]